Was glaubst Du…?

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“Gedanken – Galerie”

von Burgel Janssen

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Weltgebetstag

Tatsächlich ist dies ein Gottesdienst, der jeweils am ersten Freitag im März “um die Welt” reist. Man könnte sagen: Die Lieder und Gebete folgen dem Lauf der Sonne. Denn während wir in Europa in der Nacht von Donnerstag auf Freitag noch schlafen, feiern die ersten Gemeinden in Neuseeland bereits ihre Weltgebetstagsgottesdienste. Mehr als 170 weitere Länder folgen rund um den Globus. Die Sprachen, Uhrzeiten und die Kirchen sind verschieden – doch die Liturgie und die Lieder und das Thema gleich.

Jedes Jahr wird der Gottesdienst von Frauen aus anderen Ländern vorbereitet. Die Lieder und Gebete, die Informationen und Bilder stellen das jeweilige Land vor. In diesem Jahr wurde der Gottesdienst von Frauen auf den Bahamas entwickelt. Und während viele zuerst an Strände, Sonne und die vielen Inseln denken, wird es auch um die Sorgen der Frauen dort gehen. Denn obwohl die Bahamas ein reiches, karibisches Land sind, gibt es Schattenseiten: illegale Finanz-Transaktionen, Aids, Flüchtlinge und Gewalt gegen Frau und Kinder. Darum sind die Kirchen dort geprägt durch Sozialarbeit. Wichtig ist für die Christen in den Gemeinden dort die Gospelmusik, die auch in unseren Weltgebetstagsgottesdiensten am besagten Freitagabend in vielen Gemeinden erklingt.

Entstanden ist diese weltweite Basisbewegung durch Frauen in den USA. Statt über Kindererziehung oder Strickmuster zu plaudern, legte sie vor mehr als 120 Jahren die Bibel auf den Tisch und diskutierten soziale Fragen. Das Elend der Armen rüttelte sie auf, darum wurden bald auch Spenden gesammelt und ganz praktisch geholfen. Das ist noch heute die Grundidee des Weltgebetstag: Beten und Handeln gehören zusammen. So wie es im Motto der Bewegung heißt “Informed Prayer – Prayerful Action”, frei ins Deutsche übersetzt: “Informiert beten – betend handeln”.

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von Burgel Janssen

Gedanken zur Versöhnung

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Sein Name fällt nie wieder. Ohne Absprache. Als Mutter mit Anfang 40 stirbt, ist Vater drauf und dran, ihr zu folgen. Dass ihr nicht unbeträchtliches Vermögen auf ihn übergeht, ist kein Trost. Den Rest gegeben hätte ihm fast der Kleine. Gerade mal achtzehn, besteht er auf seinen Pflichtteil, schmeißt die Schule und ist weg. Wollte nach Marseille trampen, sich einschiffen Hand gegen Koje, die Welt sehen. Er schrieb nie. Von der Deutschen Botschaft in einem südamerikanischen Land erfuhren wir, dass er in Schwierigkeiten sei, man habe ihm mit Geld und einer Flugkarte ausgeholfen. Schweigen auch darüber. Ich bin inzwischen Einserjurist. Wie Vater. Ich werde seine Kanzlei übernehmen.

Jetzt kam ein Anruf. Der Kleine. Vater war weiß wie die Wand.„Justizvollzugsanstalt“,hörte ich ihn murmeln, und „Freitag“.Ich kann es nicht fassen: Wenn mein Bruder morgen entlassen wird, steht mein Vater vor dem Gefängnistor. Und holt ihn heim.

Verzeihen meint, sich etwas zu versagen, den Anspruch auf Genugtuung oder Rache aufzugeben. Sich zu versöhnen bedeutet, eine Verfehlung, oder was wir für eine Verfehlung halten, schuldhaftes Verhalten, nicht mehr übel zu nehmen, sondern zu verzeihen und darüber hinaus wieder eine vertrau­ensvolle Verbindung herzustellen, auch wenn man nicht weiß, ob diese Verfehlung nicht erneut vorkommen wird. Das ist eine wichtige Voraussetzung. Natürlich hofft man, dass die Verfehlung nicht wieder geschieht, aber man kann es nicht wirklich wissen, und man darf es auch nicht wirklich erwarten. Es ist ein Brückenschlag über einen Abgrund hinweg und alle wissen um den Abgrund, lassen aber diesen Abgrund nicht mehr das Leben bestimmen.

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von Pastor Dr. Meyer

„Als hätte dich nie jemand verletzt….“ Mark Twain

Von Mark Twain stammt das Zitat: „Arbeite, als würdest du das Geld nicht brauchen. Liebe, als hätte dich nie jemand verletzt. Tanze, als würde niemand zusehen. Singe, als würde niemand zuhören.“ Was für eine Aufforderung  -  „Lieben, als hätte dich nie jemand verletzt!“, das ist ganz schön schwer.

Wer von uns kommt denn schon durchs Leben, ohne an Leib und Seele verletzt zu werden? Die Bibel hilft da auf den ersten Blick auch nicht weiter. So heißt es in der Jahreslosung aus dem Römerbrief:  „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob!“ Da ist er wieder, der so oft gehörte Appell, besser zu sein, als wir es können.

„Lieben als hätte mich nie jemand verletzt!“ – „den Anderen Annehmen“ –  dass geht wohl nur, wenn ich selber geliebt bin. Wenn ich erfahre, ich kann sein und bin angenommen. Wenn ich erlebe: Du bist dieser Welt willkommen, so wie du bist!

Doch was ist, wenn meine inneren Verletzungen, Wut oder Traurigkeit über mir zugefügtes Leid es einfach nicht möglich machen, den anderen anzunehmen?  Wie viel Streit, ob in Familien oder unter Nachbarn, Freunden oder Kollegen gibt es? Streit, der sich nicht einfach heilen lässt, indem wir einander aufrufen, immer schön freundlich zu sein.

Wie bei einer Schnittwunde die Selbstheilungskräfte des Körpers in Aktion treten und die Wunde abheilt, so brauche ich seelische Selbstheilungskräfte. Denn meine eigenen Verletzungen müssen heilen, damit ich so lieben kann, als ob mich nie jemand verletzt hat.  Seelische Selbstheilungskräfte zu stärken, das wäre also erster Schritt, um lieben zu können, selbst wenn ich verletzt worden bin!

Der Gott, der in Jesus auf die Welt gekommen ist, kommt mir dabei zu Hilfe. Er hat den Satz geprägt:  Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!“  Das ist kein Appell sondern eine Einladung, ein Werben Gottes um unsere Verletzungen! Jesus lädt ein und ruft „Lass dir helfen! Komm zur Ruhe! Sammle Kraft! Lass dich ‚erquicken‘!“

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    mit Pastor Dr. Meyer

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    mit Abendmahl
    mit Pastor Dr. Meyer


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    sind mit Absprache über das Kirchenbüro
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