Reformationsgottesdienst
Martin Luther „live“ in der Altenbrucher Kirche
Zu einem Gottesdienst in besonderer Form hatte zum Reformationstag die evangelische Kirchengemeinde Altenbruch in die Sankt Nicolai Kirche eingeladen.
Schon beim Betreten der Kirche konnten die zahlreich zum Gottesdienst erschienenen Besucher feststellen, dass Sie etwas Besonderes erwartete. Liebevoll und detailreich hatte das Team der Kirchenkinder ,bestehend aus Jugendlichen und Erwachsenen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter/innen, unter Leitung von Diakonin Oliewa Janus zwischen Altar und Orgelempore mehrere Stationen aufgebaut, an denen sich im Laufe des Gottesdienstes die Besucher über das Leben und die Zeit des Reformators Luther informieren konnten: An einem Marktstand bestand die Möglichkeit Marktfrauen zuhören, die sich über Luther und Tetzel „ausließen“, der Ablasshändler Tetzel war zu erleben, wie er wortstark Ablassbriefe feilbot. Ein fahrender Sänger sang, sich stilecht auf einem Dulcimer begleitend, ein Lied über das Leben Luthers und in einem Gespräch zwischen einem Bettler und einer Bibelverkäuferin konnte man etwas über die Bedeutung der von Luther ins Deutsche übersetzten Bibel erfahren. Und dann war da selbstverständlich noch Luther selbst, der Interessantes aus seinem Leben und seinen Erkenntnissen aus dem Studium der Heiligen Schrift berichtete.
Natürlich gehörte zu diesem Reformationsgottesdienst auch das alte Lutherlied „Ein feste Burg ist unser Gott“. Pastor Meyer fasste in einer an den Stationenrundgang der Gemeinde anschließenden Ansprache das Wirken und die Bedeutung Luthers zusammen und hob hervor, dass sich mit Luther das Gottesbild von einem strafenden, strengen Gott hin zu einem gütigen Gott, der zwar Regeln vorgibt, aber für seine Liebe keine Bedingungen an die Menschen stellt, gewandelt hat.
Im Anschluss an den Gottesdienst luden die Mitarbeiter die Gemeinde ein, bei einem Teller frisch gekochter Kartoffelsuppe in der Kirche zum Gespräch zusammen zu bleiben. Hiervon wurde rege Gebrauch gemacht, sodass die lebhafte Stimmung des Gottesdienstes weiter wirken konnte. Die Mitarbeiter freuten sich über die vielen Rückmeldungen wie : „Das hat uns Spaß gemacht.“ und „Man merkt, dass es Euch auch Spaß macht!“